Aktuelle Termine

Di 12.12.17
Deutsch-französischer Schüleraustausch in Rastede (St. Aubin und Noyal)
Do 21.12.17
Ausgabe der Studienbücher in der Qualifikationsphase
Do 21.12.17, 09:00-11:00
Weihnachtsforum 5/6
Fr 22.12.17
Weihnachtsferien

Kalender

Dezember 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Lernplattform

Förderverein

Konzept: Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen

Bezug: Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen RdErl. d. MK v. 4.10.2005 - 26-81631-05 (SVBl. 11/2005 S.560) - VORIS 22410 –

Grundvoraussetzung

 

Die Feststellung besonderer Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen setzt eine prozessbegleitende Beobachtung voraus. Für Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten in diesen Bereichen sind Lernausgangslage, Ziele und Fördermaßnahmen in der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung zu erfassen und mit den Erziehungsberechtigten zu erörtern.

 

Durchführung des Verfahrens

 

Lehrkräfte erkennen Auffälligkeiten beim Schüler Eltern wenden sich an die Schule ohne Attest Eltern wenden sich an die Schule mit Attest

 

Ein Orientierungsgespräch zwischen Eltern, Deutschlehrer / Klassenlehrer und ggf. Schulleitung findet statt.

 

Bei festgestellten Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen sind Fördermaßnahmen durchzuführen, zunächst binnendifferenzierend auf der Ebene des Klassenverbandes. Die Schule, d.h. die Klassenkonferenz, hat aus pädagogischer Sicht abzuwägen, ob weitere schulische Fördermaßnahmen zu ergreifen sind. Ist dies der Fall, muss die Schule aktiv werden.

 

Die Entscheidungen über die Art und den Umfang der Förderung werden auf der Grundlage der Auswertung der Beobachtung durch die Lehrkräfte von der Klassenkonferenz getroffen. Die schulischen und außerschulischen Fördermaßnahmen sind abzustimmen. Die Zusammenarbeit aller beteiligten Lehrkräfte ist notwendig.

 

Die Planung von Förderschritten erfolgt auf der Grundlage der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung .Der Förderkreislauf tritt in Kraft (Dokumentation, Förderplan, Förderung, Evaluation). Die Schule fördert klassenintern, binnendifferenzierend bei geringem Ausprägungsgrad. In schwereren Fällen sollen besondere Fördermaßnahmen vorgesehen werden. Die Organisation besonderer Förderung ist im Rahmen des Förderkonzepts der Schule vorzusehen.

Jede Förderung wird regelmäßig daraufhin überprüft, ob mit ihr das angestrebte Ziel erreicht werden kann. Die Evaluation erfolgt in den Halbjahreskonferenzen. Ist kein Fortschritt in der Lernentwicklung festzustellen, müssen die gewählten Maßnahmen geändert werden.

Eine konsequente positive Rückmeldung auch über kleine Lernfortschritte ist zur Stärkung und zum Erhalt der Leistungsbereitschaft der betroffenen Schülerinnen und Schüler notwendig.

 

In besonders begründeten Ausnahmefällen können Festlegungen zum Abweichen von den allgemein gültigen Bewertungsgrundsätzen in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben getroffen werden. Vorrangig vor dem Abweichen von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsbewertung sind Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs.

 

Folgende Ebenen eines Nachteilsausgleichs können unterschieden werden. Inwieweit sie zur Anwendung kommen, hängt von der Bewertung des Einzelfalls sowie von den schulischen Möglichkeiten ab.

Ebene I: Binnendifferenzierung in pädagogischer Verant-

               wortung der Lehrkraft (ohne Konferenzbeschluss)

           Mögliche Maßnahmen:

 

  • Raum zum Korrigieren lassen (immer zweizeilig mit Korrekturzeile)
  • vorne sitzen lassen;           bei Arbeiten ggf. separat
  • Aufgabenformulierungen sprachlich vereinfachen
  • Aufgaben und Texte selbst vorlesen
  • Mündliche Erläuterung der Aufgabenstellung durch die Lehrkraft
  • Unterstützung der Lektüre durch Hörbuch
  • übersichtliche Gestaltung von Arbeitsblättern; ggf. Hervorhebungen, Kürzungen , Unterstreichungen;
  • Zeilenabstand, Schriftbild anpassen, lange Wörter in Silben durch Abstände segmentieren,
  • Tafelbilder fotografieren lassen

 

 

Ebene II: Hilfen im Sinne des Nachteilsausgleiches (nach  

                 entsprechendem Konferenzbeschluss)

           Mögliche Maßnahmen:

 

  • Ausweitung der Arbeitszeit
  • didaktische und technische Hilfsmittel (Wörterbücher, Regelblatt)
  • am Computer schreiben lassen und Rechtschreibkorrektur und –vorschläge nutzen
  • Alternative Leistungsnachweise ( mdl. statt

schr.Leistungsnachweis; z.B. Referat statt Mappe)

  • Ersatzleistungen bei der Rechtschreibüberprüfung (Lückendiktat, Fehlertexte korrigieren; Abschreiben)
  • Entwickeln einer dem individuellen Lernstand angepassten Aufgabenstellung,
  • Einordnen der schriftlichen und mündlichen Leistung unter dem Aspekt des erreichten Lernstands mit pädagogischer Würdigung

 

  • Sonstiges…

 

 

Ebene III: (nachrangig) Schutzmaßnahmen im Sinne des Nachteilsausgleiches (Abweichung von den allg. Bewertungsgrundsätzen)

 

  • stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen,
  • zeitweiliger Verzicht auf eine (Minder-) Bewertung der Lese- und Rechtschreib-leistung, (wenn parallel Fördermaß-nahmen genutzt werden)(1)
  • zeitweiliger Verzicht auf reguläre Klassenarbeiten; Möglichkeit alterna-

tive Leistungs-nachweise in mdl. statt schr. Form (z.B. Referat)

 

  1. Leseleistungen, Rechtschreib-überprüfungen und Rechtschreibanteile in Aufsätzen, die schlechter als Note 4 ausfallen, werden mit einem pädagogischen Kommentar und einem Vermerk zum Beschluss des Abweichens von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsbewertung versehen. Die Leistung wird dann als ausreichend in die Gesamtnote des Faches einbezogen.

 

Schumacher, KGS Rastede 05/17

 

 

 

Konzept: Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen

 

Empfehlungen zum Verfahren an der KGS Rastede

 

Alle SchülerInnen bearbeiten den entsprechenden Test des Münsteraner Lernservers, einmal zu Beginn des 5. und dann zu Beginn des 7. Jahrgangs.

 

Bei den Schülern, bei denen die Lehrkraft Hinweise auf LRS erkennt, soll ein Test durchgeführt werden; die Ergebnisse werden von der Lehrkraft eingeben.

Die Kosten in Höhe von 3 € pro Schüler sollte die Schule aufbringen.

 

In der Regel werden diese Schüler dann am Förderunterricht teilnehmen.

 

 

Das Fördermaterial, das in der Folge vom Lernserver erstellt wird, sollten die Eltern erwerben; Kosten: etwa 40€; mit dem Material sollten die Kinder im Förder-unterricht, als auch in eigener Regie arbeiten.

 

Es wird empfohlen, dass in den Jahrgängen 5 und 6 nur die Ebenen I und II ausgeschöpft werden, d.h., dass in der Regel in diesen Jahrgängen noch keine Abweichung von den Bewertungsmaßstäben erfolgen sollte. Dies sollte erst ab Jg. 7 möglich sein, wenn die Fördermöglichkeiten weitgehend ausgeschöpft sind.

Von diesem Grundsatz sollte nur in besonders begründeten Fällen abgewichen werden.